Ferse

Fersenschmerzen können sowohl durch eine zu hohe Druckbelastung auf die Ferse (häufig im Zusammenhang mit einem Fersensporn), als auch durch Instabilität, Reibung oder unphysiologischen Zug an der Achillessehne hervorgerufen werden.

Funktionsprinzipien – Funktionseinschränkungen

Das physiologische Dämpfungsverhalten der Ferse beim Aufsetzen auf den Untergrund beruht (vereinfacht) auf dem Prinzip der Verdrängung. Das Fersenbein senkt sich bei Belastung bodenwärts ab und verschiebt die unter dem Calcaneus befindliche Weichteilstruktur zur Peripherie, die sich ausdehnt. Es ergibt sich – bei Belastung auf ebenem Grund – unter der Ferse eine halbkugelförmige Druckverteilung mit maximalem Druck unter dem Fersenbein.

barefoot on flat ground

Darstellung einer physiologische Druckverteilung unter dem Fuß auf ebenem Untergrund.

Ist im Schuh der Raum für die Ausdehnung der Ferse zu gering oder wird dieser Raum durch z.B. zu viel Polster eingeengt bildet sich am Rand ein Bereich, in dem es zu einem Weichteilstau kommt.
Die Verformung der Fersenstruktur wird im CT bei statischer Belastung sichtbar; in der Dynamik erfolgt die Analyse mit Hilfe der plataren Druckverteilungsmessung im Schuh.

inside a shoe with insole

Darstellung der Druckverteilung in einem Schuh: Der Fersenrand wird höher belastet als das Zentrum.

Eine zu weiche Unterlage nur direkt unter dem Fersenbein führt dazu, daß der physiologische Mechanismus der Fersenstruktur zur Belastungsreduzierung nicht wirksam werden kann, es kommt zu einer relativen Überbelastung der Fersenränder. Diese durch den Schuh bzw. die Einlage bedingte Fehlbelastung ist abhängig von der Höhe der Belastung und der Härte sowie der Einbettung und Geometrie des Dämpfungsmaterials.